Vom 29. September bis 3. Oktober 2017 veranstaltete der AK Fuchsbau, der Bildungsarbeitskreis der KLJB München und Freising, eine Studienreise nach Oświęcim (Auschwitz)in Polen. Die Fahrt war Teil des Arbeitskreis-Jahresthemas „Freiheit“ und des bundesweiten Projektes „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“, bei dem die Katholische Landjugendbewegung Deutschland mit dem Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland kooperiert.

Nach einem Studien- und Vorbereitungstag Ende August mit viel geschichtlichem Input und dem Besuch eines Zeitzeugen, der selbst Zwangsarbeiter im dritten Reich war, einer anstrengenden Nachtzugfahrt über Wien nach Polen und einer inhaltlichen Vorbereitung in Oświęcim besuchte der AK Fuchsbau die Gedenkstätten des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Im Rahmen von zwei vierstündigen Führungen, die auf zwei Tage verteilt waren, lernten die Teilnehmenden vieles über die Geschichte der Orte, über die Geschichte des Antisemitismus, über die Geschichte der Shoah. Aber auch der Extremismus allgemein war ein vielbedachtes Thema, da die Nationalsozialisten nicht nur Jüdinnen und Juden systematisch verfolgt und vernichtet haben, sondern viele unterschiedliche Minderheiten wie Sinti und Roma oder Homosexuelle. Die Besichtigungen wurden umrandet von Vor- und Nachbereitung, von einer Besinnung, einer Abendandacht und sehr vielen Gesprächen.

Warum wurden Minderheiten seit jeher unterdrückt? Wie können Menschen ihren Mitmenschen so etwas antun? Was müssen wir tun, damit Extremismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat? Das waren nur einige der vielen Fragen, die sich die Teilnehmenden während der Studienreise stellten und die sie auch in der Zeit nach der Reise noch beschäftigten. Ihren Abschluss fand die Studienreise im Nachtreffen Mitte Oktober, bei dem die Teilnehmenden die Fahrt noch einmal Revue passieren ließen.

Johannes Stopfer, Ehrenamtlicher Diözesanvorsitzender der KLJB München und Freising